Das Gebiet war schon in prähistorischen Zeiten besiedelt, wie Funde in den Gebieten von Lunda, Kongo und der Namibe-Wüste belegen. Einige tausend Jahre später, in der Frühgeschichte, erreichten weiter entwickelte Völker das Gebiet. Die ersten, die sich niederließen, waren Buschmänner – gute Jäger, von der Statur sehr klein und mit hellbraunem Teint.
Zu Beginn des 6. Jahrhunderts fand eine der größten Migrationen der Geschichte in dieses Gebiet statt: Weiter entwickelte, dunkelhäutige Volksgruppen, die technologisch gesehen der Eisenzeit zuzuordnen sind, ließen sich dort nieder. Diese Bantu-Volksgruppen kamen aus dem Norden, wahrscheinlich aus dem heutigen Kamerun. Im Gebiet des heutigen Angola angekommen, trafen sie auf die Buschmänner und andere primitivere Volksgruppen, und setzten ihre Technologien in den Bereichen Metall- und Keramikherstellung sowie Landwirtschaft durch. Die Besiedlung durch die Bantu währte mehrere Jahrhunderte und es entstanden unterschiedliche ethnische Gruppen, die man bis heute in Angola vorfindet.
Im Jahre 1484 landeten die Portugiesen unter dem Kommando des Entdeckers Diogo Cão in Zaire. Ab diesem bedeutsamen Zeitpunkt begannen die Portugiesen nicht nur Angola, sondern auch Afrika zu erobern. Nachdem sie die erste politische Einheit auf dem Gebiet des Kongoreichs eingerichtet hatten, bauten sie eine Allianz auf. Die portugiesische Kolonie Angola wurde 1575 mit der Ankunft von Paulo Dias de Novais, 100 Kolonistenfamilien und 400 Soldaten gegründet. Paulo Dias de Novais war der erste portugiesische Gouverneur in Angola, dessen Hauptziele in der Ausbeutung von natürlichen Ressourcen und im Vorantreiben des Sklavenhandels lagen.
Ab 1764 entwickelte sich die Sklavengesellschaft schrittweise in Richtung Produktionsgesellschaft, die sich nach dem Konsum orientierte. Im Jahre 1850 war Luanda bereits eine Großstadt mit vielen kaufmännischen Unternehmen. Luanda und Benguela exportierten unter anderem Palm- und Erdnussöl, Wachs, Kopalharz, Holz, Baumwolle, Kaffee und Kakao. Man begann auch mit der Produktion von Mais, Tabak, getrocknetem Fleisch und Maniokmehl. Eine angolanische Bourgeoisie entstand.
In der Zwischenzeit wurde 1836 der Sklavenhandel verboten und 1844 Angolas Hafen für ausländische Schiffe geöffnet. Mit der Berliner Konferenz wurde Portugal zu einer sofortigen territorialen Besetzung seiner Kolonien verpflichtet. Das Gebiet von Cabinda nördlich des Zaire-Flusses wurde durch den Vertrag von Simulambuco, der vom König von Portugal und der Prinzessin von Cabinda im Jahre 1885 unterzeichnet wurde, ebenfalls portugiesisches Protektorat. Nach einer langen und komplizierten Eingangsphase etablierte sich im späten 19. Jahrhundert eine koloniale Administration. Die koloniale Strategie im Hinblick auf die Wirtschaft basierte auf der Landwirtschaft und dem Export von Rohstoffen. Der Handel mit Kautschuk und Elfenbein sowie die Einkünfte aus jenen Steuern, die der Bevölkerung auferlegt wurden, waren für Lissabon sehr profitabel.
Das Ende der Monarchie in Portugal im Jahre 1910 und ein günstiges internationales Umfeld regten zu weiteren Reformen in den Bereichen der Administration, der Landwirtschaft und dem Bildungssystem an. Hinsichtlich der Wirtschaft begann eine intensive Diamantenexploration. Die DIAMANG, ein Unternehmen, das sich mit der Förderung und dem Handel von Rohdiamanten beschäftigte, wurde 1921 gegründet, hatte aber schon seit 1916 in dem Gebiet von Luanda agiert. Angolas rechtlicher Status änderte sich durch die Umwandlung in eine portugiesische Überseeprovinz, und die Lage zu dieser Zeit war sichtbar ruhig. Im zweiten Viertel des 20. Jahrhunderts wurde diese Ruhe durch das Auftreten der ersten nationalistischen Bewegungen gestört. Die Bildung von politischen Organisationen, die organisiert Rechte einforderten, begann in den 1950er-Jahren. Sie trieben weltweit diplomatische Kampagnen voran, um für die Unabhängigkeit zu kämpfen.
Die Kolonialmacht wandte sich jedoch gegen die Forderungen der nationalen Kräfte, was schließlich in einem bewaffneten Konflikt endete. Die 1956 gegründete MPLA (Volksbewegung der Befreiung Angolas), die 1961 gegründete FNLA (nationale Front der Befreiung Angolas) und die 1966 gegründete UNITA (nationale Union für die völlige Unabhängigkeit Angolas) konnten sich hier hervortun. Nach jahrelangen Kämpfen erlangte das Land am 11. November 1975 die Unabhängigkeit.